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Martin Schulz im Gespräch bei der StZ

Pressemeldung des BRR e.V.

Das Bündnis für Rentenbeitragszahler und Rentner e.V. (BRR e.V.), Gründungsmitglied der Initiative gegen Altersarmut, demonstrierte am 17.07.2017 vor der Liederhalle in Stuttgart, damit im allgemeinen Wahlkampfgetöse die Ursachen von Altersarmut, in einem der reichsten Länder Europas, nicht unter gehen.

"Zeit für mehr Gerechtigkeit" ist der Wahlkampfslogan der SPD und ihres Kanzlerkandidat Martin Schulz. Folglich konnte man davon ausgehen, dass die Organisatoren der Veranstaltung – Stuttgarter Zeitung (StZ) und Stuttgarter Nachrichten (StN) - Fragen der sozialen Gerechtigkeit zur Sprache bringen würden. Denn nicht nur in Europa bilden die deutschen Renten das Schlusslicht, sie zählen auch zu den niedrigsten in den OECD-Staaten. Und Altersarmut ist überwiegend weiblich. Dann rieb man sich im Saal aber verwundert die Augen und spitzte angestrengt die Ohren. Neben einer sehr schlechten Tonqualität gab es von den beiden Chefredakteuren der Stuttgarter Zeitung und Stuttgarter Nachrichten keine einzige Frage zur sozialen Gerechtigkeit an Herrn Schulz. Altersarmut bewegt große Teile unserer Gesellschaft, nicht aber die moderierenden Chefredakteure der beiden großen Stuttgarter Zeitungen. Die Aufforderung an die Leser, Fragen einzureichen, war wohl nur ein PR-Gag. Die angekündigte Livestream-Übertragung wurde kurzfristig abgesagt.

Pressemitteilung

23.07.2017
Martin Schulz SPD bei StZ im Gespräch
Das Bündnis für Rentenbeitragszahler und Rentner e.V. demonstrierte am 17.07.2017 vor der Liederhalle in Stuttgart, damit im allgemeinen Wahlkampfgetöse die Ursachen von Altersarmut, in einem der reichsten Länder Europas, nicht unter gehen.

Deshalb kritisieren wir die Medien schon lange, dass sie die drängenden sozialen Fragen von über 60 Mio. Bürgerinnen und Bürgern in den gesetzlichen Sozialsystemen ignorieren bzw. nur sporadisch, aber nicht vollumfänglich darüber berichten. Die Meinungsbildung durch Nicht-Berichterstattung wird so manipuliert.

Bei StZ im Gespräch mit Martin Schulz zeigten die Veranstalter ihr Gesicht der Political Correctness. Da waren Fragen nicht erwünscht, wie:

Herr Schulz: Altersarmut ist keine Naturkatastrophe sondern das Ergebnis einer jahrzehntelangen Rentenpolitik. Was würden Sie in Regierungsverantwortung anders machen?
Herr Schulz: Sinkende Renten und wachsende Altersarmut sind die Folge einer Politik der das Wohl von Banken und Versicherungen wichtiger ist als das Wohl älterer Menschen. Stimmen Sie mit Blick auf das Absenken des Rentenniveaus und der Riesterrente zu?
Herr Schulz: Die Rentenpolitik gibt vor für die Jüngeren zu handeln und stiehl allen Generationen die Zukunft. Wird ein Generationenkonflikt herbeigeredet, um den Systemfehler eines Zwei-Klassensystems von solidarisch und nicht solidarisch Versicherten zu vertuschen?
Herr Schulz: Wir beklagen den Verlust von Werten und Inhalten durch Fake News. Seit Jahrzehnten muss die Rentenversicherung per Gesetz mehr versicherungsfremde Leistungen erbringen als sie an Steuergeldern erhält. Trotzdem spricht die Politik von Zuschüssen statt von nicht ausreichenden Erstattungsbeträgen. Nutzt die Politik damit nicht selber Fake News um mit vorgetäuschten Fakten die Rentenkassen zu plündern?

Dem Missbrauch von Beitragsgeldern in den gesetzlichen Sozialversicherungen stellt sich keine Partei wirkungsvoll entgegen. Regierungsparteien betreiben in den Sozialsystemen einen Schattenhaushalt, um sich durch die Anwendung von versicherungsfremden Leistungen Mittel zur Befriedigung des allgemeinen Finanzbedarfs zu beschaffen. Damit wird das Rentenrecht zu einem staatlich organisierten und gesetzlich legalisierten Versicherungsbetrug. Wir bedauern, dass die Veranstalter die Chance nicht genutzt haben, um die Glaubwürdigkeit der Medien mit entsprechenden Fragen zu unterstreichen.

Pressekontakt
Bernhard Eicher
E-Mail: eicher@beitragszahler-rentner.de
Tel. 0711-774883

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