Warum eine Initiative gegen Altersarmut?

Schon seit Jahren kämpfen verschiedene Organisationen und Vereinigungen für eine einheitliche und solidarische Altersversorgung  für alle Bürger und den Umbau des bestehenden Mehr-Klassensystems (gesetzliche Rente, Beamtenpensionen und berufsständische Versorgungswerke) hin zu einem Rentensystem ähnlich der Schweizer Alters- und Hinterlassenenversicherung. Bisher jedoch ohne sichtbare Ergebnisse, denn die dabei zu überwindenden Widerstände sind enorm, stehen doch die Privilegien und wirtschaftlichen Interessen bedeutender und einflussreicher gesellschaftlicher Gruppen auf dem Spiel.

Dies zu ändern haben sich die Mitglieder der "Initiative gegen Altersarmut - IgA" auf ihrer Tagung Anfang August 2016 in Ulm zum Ziel gesetzt. Einhellig war man der Meinung, dass mittel- und langfristig nur eine grundlegende Systemänderung die Probleme der Alterssicherung nachhaltig wird lösen können. Unsere europäischen Nachbarn in Österreich, der Schweiz und den Niederlanden sind uns darin um Jahre voraus. Ein Nebeneinander verschiedener Alterssicherungssysteme wie im Status quo kann den Herausforderungen der Zukunft nicht gerecht werden. Gleichheit ist der Kern der Gerechtigkeit und Maßstab für unsere Gesetzgebung in Deutschland. Gleichheit ist das Rechtsprinzip, das auch einem neuen Konzept der Alterssicherung zu Grunde liegen sollte. Diese grundlegenden Forderungen richten die Mitgliedsorganisationen der Initiative an die Adresse aller Parteien. Um in diesem Sinn effektive Öffentlichkeitsarbeit leisten zu können, fehlen den einzelnen Mitgliedern jedoch sowohl die finanziellen Mittel als auch die medialen und personellen Ressourcen. Nur durch die Bündelung aller für eine einheitliche und solidarische Altersversorgung kämpfenden Kräfte und durch ein rigoroseres und radikaleres Auftreten in der Öffentlichkeit können die interessengeleiteten Widerstände gegen eine Abschaffung des bestehenden Mehr-Klassenrechts überwunden werden. Mit der„Initiative gegen Altersarmut - IGA“ wollen die Initiatoren ein organisatorisches Dach schaffen, unter dem sich Interessierte und Gleichgesinnte zu gemeinsamen Aktionen zusammenschließen.

Andere Organisationen, Vereine und Privatpersonen sind herzlichst eingeladen, sich ebenfalls in der Initiative zu engagieren (Kontakt) und mit vereinten Kräften für eine grundlegende Systemänderung der Altersvorsorge zu kämpfen.

Obwohl sich die Mitglieder der Initiative aufgrund ihrer Gründungshistorie und Zwecksetzung in Teilen unterscheiden, sind sich alle in der generellen Einschätzung einig: Es geht nicht um „Jung gegen Alt“, nicht um „Reich gegen Arm“ und nicht um „Gesund gegen Krank“, es geht um solidarische und nicht solidarische Sozialsysteme, welche Parallelgesellschaften schaffen und unsere Gesellschaft spalten.

Bernhard Eicher vom Bündnis Rentenbeitragszahler und Rentner:

„Wer daraus eine Neiddebatte konstruieren will, tut dies, um sich der längst überfälligen Gerechtigkeitsdebatte zum eigenen Vorteil zu entziehen“.

Die Kooperationsgemeinschaft „Soziale Sicherung in Deutschland“, der vier Mitgliedsorganisation der Initiative angehören, hat in einem Positionspapier (Stand März 2013) zur Alterssicherung in Deutschland Grundsätze formuliert, an deren Leitlinien sich die Zusammenarbeit innerhalb der Initiative orientieren wird.

In der Initiative haben sich mehrere Organisationen als aktive Mitglieder oder Unterstützer zusammengeschlossen. Eine Übersicht finden Sie hier.

    Freie Liste "Initiative gegen Altersarmut - IgA".

Unsere Vorschlagsliste für die Vertreterversammlung der Deutschen Rentenversicherung Bund wurde mit rechtswidrigen Begründungen nicht zur Sozialwahl 2017 zugelassen. Hiergegen setzen wir uns juristisch mit einer Wahlanfechtungsklage und einem Antrag auf Erlass einer einstweilgen Anordnung zur Wehr. Möchten Sie mehr erfahren und uns hierbei mit einer Spende finanziell unterstützen, dann klicken Sie auf diesem Link.

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